Frischer Hausporling nach Freilegung

Der Ausgebreitete Hausporling (Donkioporia expansa)

Der Ausgebreitete Hausporling ist der einzige Weißfäulepilz unter den bedeutenden Verursachern von Schäden an Gebäuden. Er trifft oft nach Wasserschäden und an Fachwerkhäusern auf.

Wie erkenne ich den Ausbreiteten Hausporling?

Das Oberflächenmyzel ist sehr dicht, schneeweiß bis cremefarbig und sehr schnellwüchsig. Es werden keine Myzelstränge gebildet. Häufig sind schwarze Gutationstropfen auf der Oberseite vorhanden. Andere Baumaterialien werden nicht überwachsen.

Der Fruchtkörper ist bräunlich und meist sehr groß ( > 20 cm und bis zu 2,5 cm dick). Sie sind fest auf der Holzoberfläche gewachsen und bestehen fast nur aus Röhren. Sie könne leicht mit den Fruchtkörpern der Porenschwämme verwechselt werden, jedoch sind diese im frischen Zustand weiß und die Poren weiter auseinanderstehend.

Um ein Austrocknen des Nährsubstrates zu verhindern, werden dicke und dichte Myzelmatten zum Schutz gebildet. Im Gegensatz zu den anderen holzzerstörenden Pilzen in Gebäuden kann der Hausporling den Feuchtehaushalt in seinem Umfeld besser steuern. Zur Regulierung der Holzfeuchte werden Gutationstropfen auf der Myzeloberfläche gebildet, die die Luftfeuchte erhöhen und somit das Myzelwachstum verbessern. Auch ist er in der Lage, trockene Holzzonen aktiv zu befeuchten. Da dies nur in Gebäuden von Bedeutung ist, sind Freilandfunde des Hausporlings sehr selten.

Der Hausporling ist eng mit dem Gescheckten Nagekäfer vergesellschaftet, der die Sporen des Pilzes auf andere Hölzer übertragen kann. Um die Entwicklung der Larven zu ermöglichen, reguliert der Hausporling entsprechend die Holzfeuchte, damit die Larven nicht aufgrund einer zu hohen Holzfeuchte absterben.

 

Hausporling
Alter, abgetrockneter Hausporling

Wie bekämpfe ich den Hausporling?

Wie alle holzzerstörenden Pilze benötigt der Ausgebreitete Hausporling eine Holzfeuchte von mindestens 27 %. Daher ist grundlegend die Ursache für die erhöhte Holzfeuchte festzustellen, bevor weitere Maßnahmen ergriffen werden. Je nach Schadumfang und anschließender Nutzung sind die weiteren Maßnahmen individuell anzupassen und können von einer oberflächlichen Reinigung bis zum Austausch der Konstruktion reichen.

Da es bei der Bestimmung schnell zu Verwechselungen mit anderen Pilzen kommen kann und eine Vergesellschaftung mit anderen Pilzen sehr häufig ist, sind die Schäden durch einen Sachverständigen zu beurteilen und die Sanierungsmaßnahmen zu bestimmen.

Sanierungsplanung (Link)

Hausporling Befall
Hausporlingbefall nach einem Wasserschaden
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